Die Geschichte des Großen Konflikts und das Erbe der Urväter
Bevor die Sterne am Firmament entzündet wurden, bevor die Zeit ihren ersten Schlag tat und bevor Himmel und Hölle als Konzepte der Existenz manifestiert wurden, gab es nur die Leere. Diese Leere war kein bloßes Vakuum, sondern ein rezeptives Nichts, schwanger mit dem Potential unendlicher Möglichkeiten. In diesem Abgrund der Nichtexistenz rührte sich ein Bewusstsein – Der Ursprung. Er war die Singularität, die erste Schwingung in der absoluten Stille.
Der Ursprung erkannte seine eigene Einsamkeit und entschloss sich, die Stille zu brechen. In einer Eruption aus reinem Licht und roher Macht teilte er sein Wesen auf, um Aethelion zu erschaffen. Aethelion sollte kein einfacher Ort sein, sondern eine Brücke, ein Experimentierfeld für die Konzepte von Ordnung und Chaos, von Leben und Vergehen. Die Welt wurde aus den Fragmenten seiner Träume gewebt, stabilisiert durch die sieben Urgötter, die er aus seinen tiefsten Emotionen und Kräften formte.
Doch die Schöpfung erforderte ein Opfer. Um das Licht von Aethelion zu definieren, musste ein Schatten geworfen werden. So entstanden gleichzeitig mit der Welt die Dimensionen des Überflusses und der Entbehrung – der strahlende Himmel und die lodernde Hölle. Diese Reiche wurden durch dünne, aber zähe Barrieren getrennt, die nur durch die mächtigsten Wesenheiten durchbrochen werden konnten. Aethelion lag genau dazwischen, ein kostbares Juwel im Fokus eines kosmischen Tauziehens.
Die Wächter der Ordnung, die ersten Kinder des Ursprungs, die die Grundfesten der Realität festlegten.
Göttin des Lichts und der Hoffnung
Als Erstgeborene des Ursprungs empfing sie die reinste Essenz seiner Macht. Sie erschuf den Himmel und die erste Morgenröte, die die Dunkelheit der Leere für immer vertrieb. Ihr Lächeln ist die Sonne von Aethelion, und ihre Tränen sind der Tau des Lebens. Sie herrscht über die goldenen Hallen von Luminara und gilt als die gütigste der Götter, doch ihr Zorn kann ganze Welten in blendendem Weiß verzehren.
Gott der Dunkelheit und des Endes
Er wurde aus der Notwendigkeit des Gleichgewichts geboren. Umbraxis formte die Hölle, nicht als Ort der Qual, sondern als Refugium der Stille und als notwendigen Endpunkt aller Dinge. Er ist der Bewahrer der Geheimnisse und der Gott der Ruhe nach dem Kampf. In den Augen der Sterblichen wird er oft gefürchtet, doch ohne ihn gäbe es keinen Schlaf, keinen Traum und keinen Tod, der dem Leben erst seinen Wert verleiht.
Gott der Materie und der Beständigkeit
Er nahm den Staub der Leere und formte daraus die Kontinente von Aethelion. Jedes Gebirge ist ein verhärteter Gedanke von ihm, jeder Ozean eine Flut seines unbändigen Tatendrangs. Terralion schenkte den Sterblichen die feste Erde unter ihren Füßen und lehrte sie den Wert von Fleiß und Ausdauer. Er ist der geduldigste der Götter, doch wenn er sich rührt, bebt die Welt in ihren Grundfesten.
Göttin des Windes und der Inspiration
Aereth webte die unsichtbaren Bänder, die die Welten miteinander verbinden. Sie ist die Herrin der Freiheit und der Veränderung. Sie schenkte den Wesen von Aethelion den Atem und die Fähigkeit, über ihre physischen Grenzen hinauszuwachsen. In den Stürmen zeigt sie ihre Macht, in der sanften Brise ihre Liebe. Sie ist die Schutzpatronin der Reisenden und der Träumer.
Gott des Feuers und der Transformation
Er entzündete die Sterne am Firmament und legte den glühenden Kern in das Herz der Erde. Ignaros ist der Gott der Leidenschaft, der Energie und der Zerstörung, die Platz für Neues schafft. Er lehrte die Menschen das Feuer zu beherrschen und Metalle zu schmieden. In seinem heiligen Feuer wird das Alte geläutert, damit das Neue strahlen kann.
Göttin des Eises und der Bewahrung
Sie erschuf die Pole und die ewigen Gletscher, um die Erinnerungen der Welt für die Ewigkeit einzufrieren. Cryndel ist die Wächterin der Zeit und der Beständigkeit. Wo Ignaros brennt, kühlt Cryndel. Sie bewahrt die Wahrheiten vor dem Zerfall der Zeit. Ihre Schönheit ist klar und kalt, und ihr Urteil ist so unnachgiebig wie der Permafrost.
Göttin des Lebens und der Seelenbindung
Nethrya ist die Brücke zwischen dem Geist und dem Fleisch. Sie hauchte den ersten sterblichen Formen das Leben ein und webte die Silberfäden, die die Seelen an den Kreislauf von Aethelion binden. Sie ist die Mutter aller Flora und Fauna und wacht über jede Geburt und jedes Aufblühen. Ihre Liebe ist die treibende Kraft hinter jeder Existenz.
Die strahlenden Kinder von Solara, die in den elf Ebenen des Himmels wachen und die göttliche Ordnung gegen die eindringende Dunkelheit verteidigen.
Der Oberste General der himmlischen Legionen. Er trägt das Schwert der Morgenröte.
Der Richter der Seelen. Er entscheidet am Ende der Zeit über das Schicksal jedes Wesens.
Der Träger des ersten Lichts. Sein Glanz kann die tiefsten Schatten der Unterwelt vertreiben.
Der Engel der Kriege. Er lehrt die Sterblichen den Mut und die Kunst der Verteidigung.
Die Bewahrerin des Himmels. Sie schützt die Tore von Luminara vor jedem Eindringling.
Der Engel der Wahrheit. In seiner Gegenwart kann keine Lüge bestehen.
Der Hüter der Petruspforten. Er entscheidet, wer die heiligen Reiche betreten darf.
Der Engel der Heilung. Seine Berührung kann selbst tödlichste Wunden schließen.
Der Flammenengel. Er reinigt die Seelen von ihrer Schuld durch das heilige Feuer.
Die Wächterin der Zeit. Sie beobachtet den Fluss der Geschichte aus der Ewigkeit.
Meister der himmlischen Magie. Er webte die ersten Sprüche des Lichts.
Der stille Beobachter. Er dokumentiert jedes Ereignis in Aethelion für das Archiv der Götter.
Die Fürsten des Abgrunds, geboren aus dem Zorn Umbraxis' und der Rebellion gegen das Licht. Sie herrschen über die neun Kreise von Nargoth.
Der Stratege
Einst der höchste Engel, nun der König des Abgrunds. Sein Verstand ist seine schärfste Waffe.
Kriegsgeneral
Ein Titan aus Muskeln und Hass, der die Legionen der Unterwelt in die Schlacht führt.
Schattenkönigin
Sie beherrscht die Träume und Ängste der Sterblichen und webt Netze aus Verrat.
Meister der Magie
Er korrumpierte die arkanen Ströme, um die zerstörerische Höllenmagie zu erschaffen.
Bestienfürst
Herr über alle monströsen Kreaturen, die im Dunkeln lauern und Fleisch verzehren.
Herr der Seuchen
Er bringt Verderben und Krankheit über die Reiche der Lebenden.
Seelenjäger
Ein unermüdlicher Verfolger jener Seelen, die versuchen, ihrem Schicksal zu entkommen.
Herrin der Illusion
Sie lässt Freund gegen Freund kämpfen, indem sie die Realität verzerrt.
Titanischer Dämon
Ein Wesen so groß wie ein Berg, dessen bloßer Schritt die Erde erbeben lässt.
Es war in der Ära des Lichts, als Luzifer als strahlendster unter den Erzengeln an der rechten Seite Solaras stand. Er war der "Bringer des Morgens", die personifizierte Intelligenz der Götter. Doch mit seiner Weisheit kam der Zweifel. Er sah zu, wie Terralion die Menschen erschuf – schwache, sterbliche Wesen, die zu Hass, Gier und Fehlern neigten. Luzifer konnte nicht verstehen, warum die Götter so viel Liebe auf solch unvollkommene Geschöpfe verwandten.
Sein Zweifel wuchs zu Hochmut. Er glaubte, dass er die Welt besser führen könne als die fernen Urgötter. Er begann, unter den Engeln Gleichgesinnte zu suchen, und schürte das Feuer der Rebellion. Es folgte der "Krieg im Himmel", eine Katastrophe, die sieben Äonen andauerte. Sterne erloschen, und die Barrieren der Welten begannen zu reißen. Schließlich wurde Luzifer von Seraphiel besiegt und in die tiefsten Abgründe von Aethelion gestürzt, in einen Ort, den er selbst durch seinen Hass erst zu dem machte, was wir heute als Hölle kennen: Nargoth.
In der Dunkelheit von Nargoth wandelte sich seine Schönheit in eine schreckliche Majestät. Sein Licht wurde zu schwarzem Feuer, und seine Liebe zu den Engeln wurde zu einem ewigen Hass auf alles Lebendige. Er schwor, dass er Aethelion nicht besitzen müsse, wenn er es nur zerstören könne. Seit diesem Tag ist er der Architekt jedes Unheils, der Stratege hinter den Kriegen und der Verführer, der in jedem Schatten flüstert.
Im Jahr 9.800 rissen die Barrieren endgültig. Luzifer hatte jahrtausendelang gewartet und seine Kräfte in Nargoth gesammelt. Ohne Vorwarnung stiegen die Legionen aus den Rissen der Erde auf. Ganze Königreiche der Menschen fielen in einer einzigen Nacht. Die stolzen Städte von Valenkar wurden belagert, und die Luft war erfüllt vom Geruch von Schwefel und verbranntem Fleisch. Es war die Zeit, in der die Götter schwiegen und die Sterblichen allein ihrem Schicksal gegenüberstanden.
Die Engel wollten eingreifen, doch die Gesetze des Ursprungs verboten ihnen die direkte Einmischung in die Angelegenheiten der Sterblichenwelt. Doch Seraphiel konnte das Leid nicht länger ertragen. Er brach die göttlichen Gesetze und stieg mit seinen Truppen herab, was den Himmel spaltete und den "Großen Konflikt" einleitete.
Der Wendepunkt kam in der Ebene von Aetheris. Hier trafen die vereinten Armeen der Menschen, geführt von König Valen I., und die himmlischen Heerscharen auf die unendliche Flut der Dämonen. Das Blut der Gefallenen tränkte die Erde so tief, dass die Pflanzen dort bis heute eine rötliche Färbung tragen. Um den Sieg zu erzwingen, mussten die Magier der Menschen einen Pakt mit der arkanen Energie schließen – eine Macht, die so unberechenbar war, dass sie das Antlitz von Aethelion für immer veränderte.
Die Invasion wurde gestoppt, doch der Preis war die Zersplitterung der Kontinente und der Verlust unzähliger Leben. Der Krieg endete nicht mit einem Frieden, sondern mit einer Erschöpfung, die bis heute anhält.
Diese Macht wird direkt aus dem Glanz Solaras gespeist. Sie ist die reinste Form der Energie, fähig zu heilen, zu schützen und das Böse zu bannen. Nur jene mit einem reinen Herzen und einem unerschütterlichen Glauben können sie kanalisieren. Sie manifestiert sich oft als goldenes Licht oder weißes Feuer.
Während des Großen Krieges lernten die Sterblichen, die natürlichen Energieströme der Welt anzuzapfen. Die arkane Magie ist die Kraft der Elemente und des Verstandes. Sie ist vielseitig, aber gefährlich; ein kleiner Fehler in der Formel kann zur Vernichtung des Magiers führen. Sie ist das Erbe der menschlichen Neugier.
Diese korrumpierte Form der Magie zieht ihre Kraft aus dem Leiden, dem Zorn und dem Chaos der Unterwelt. Sie ist zerstörerisch und süchtigmachend. Wer sie nutzt, gibt ein Stück seiner Seele an den Abgrund ab. Sie manifestiert sich in Schatten, grünem Teufelsfeuer und bösartigen Fluchzaubern.
Der Ursprung manifestiert sich. Die sieben Urgötter formen die physische Welt Aethelion. Die ersten Pflanzen und Tiere werden erschaffen. Die Trennung der Dimensionen wird vollzogen.
Die Engel wandeln offen auf der Erde. Die ersten Tempelstädte wie Luminara entstehen. Es ist eine Ära des Friedens und der ungetrübten göttlichen Führung. Die ersten Vorfahren der Menschen erscheinen als einfache Hirten.
Luzifers Rebellion scheitert. Der Fall der Engel führt zur Entstehung von Nargoth. Die ersten Korruptionen zeigen sich in der Welt; Schattenwesen beginnen, die Wildnis zu bevölkern.
Die Engel ziehen sich in den Himmel zurück. Menschen, Elfen und Zwerge bauen große Imperien auf. Valenkar wird zur mächtigsten Stadt der Welt. Die Technik und die Philosophie erleben eine Blütezeit.
Luzifer startet die totale Invasion. Die Barrieren zwischen den Reichen kollabieren. Die Einführung der arkanen Magie rettet die Menschheit vor der Auslöschung, fordert aber einen furchtbaren Preis.
Aethelion ist ein Flickenteppich aus Trümmern und Hoffnung. Die Reiche versuchen sich zu regenerieren, während die Prophezeiung des "Brother of Ages" in den Köpfen der Gelehrten Gestalt annimmt.
Hauptstadt: VALENKAR
Die letzte große Bastion der Sterblichen. In den gewaltigen Mauern von Valenkar pulsieren Leben, Handel und Politik. Es ist ein Reich, das auf der Kraft des menschlichen Willens erbaut wurde. Hier zählt nicht das göttliche Blut, sondern die Tatkraft des Einzelnen.
Hauptstadt: LUMINARA
Ein Reich, das buchstäblich über den Dingen schwebt. Luminara ist eine Stadt aus Licht und Kristall, die nur jenen zugänglich ist, die sich als würdig erwiesen haben. Die Engel wachen hier über die moralische Reinheit der Welt.
Hauptstadt: NARGOTH
In den Tiefen der Erde liegt ein Reich aus Feuer, Eisen und Blut. Nargoth ist kein Ort der Ordnung, sondern ein ständiger Kampf um die Macht. Hier herrscht nur, wer stark genug ist, seine Rivalen zu vernichten.
Lvl 1-40
Das einstige Herz von Aethelion. Heute ist es eine Landschaft voller Ruinen, in denen Abenteurer ihre ersten Schritte machen und die Geschichte des Großen Krieges entdecken.
Lvl 30-60
Ein eisiges Ödland im Norden. Cryndels Macht ist hier so stark, dass die Zeit selbst langsamer zu fließen scheint. Uralte Gefängnisse liegen unter dem ewigen Eis begraben.
Lvl 50-80
Diese fliegenden Kontinente sind Fragmente der Welt, die bei der großen magischen Explosion emporgehoben wurden. Hier leben Wesen, die den Himmel als ihre einzige Heimat betrachten.
Alle Level
Die weiten Wasserwege, die die Kontinente trennen. Ein Ort voller Piraten, Geisterschiffe und monströser Wesen aus der Tiefe, die Terralion nie beabsichtigt hatte.
Lvl 60+
Inseln, die ständig in Nebel und Dunkelheit gehüllt sind. Sie dienen als Außenposten für die Legionen von Nargoth und sind der gefährlichste Ort für jeden Sterblichen.
Diese Wesenheiten sind nicht nur Feinde, sie sind Naturgewalten. Ein Kampf gegen sie erfordert die Koordination von Dutzenden Helden und den Einsatz aller Kräfte.
Nach dem Ende des Großen Krieges wurde klar, dass keine Seite die andere vollständig vernichten konnte, ohne die Welt selbst zu zerstören. So wurde das Konzil von Aetheris ins Leben gerufen. Hier sitzen Vertreter der Menschen, Gesandte der Engel und sogar Delegierte der moderateren Dämonenhäuser an einem Tisch.
Es ist ein Ort der Intrigen und des vorsichtigen Taktierens. Verträge werden mit Blut und Magie besiegelt, doch jeder weiß, dass ein einziger Funke ausreicht, um das Pulverfass erneut zur Explosion zu bringen. Die politische Landschaft ist so gefährlich wie jedes Schlachtfeld.
Da die zentralen Regierungen oft geschwächt sind, haben die Gilden der Abenteurer und Handwerker enorme Macht gewonnen. In vielen Regionen sind sie die einzige Instanz, die für Ordnung sorgt. Wer in Aethelion überleben will, muss sich einer starken Gemeinschaft anschließen, denn allein ist man nur eine weitere vergessene Seele im Wind der Geschichte.
Dieses System erlaubt es Spielern, eigenen Einfluss auf die Welt zu nehmen, Territorien zu kontrollieren und die wirtschaftlichen Geschicke ganzer Regionen zu lenken.
Gelehrte in den geheimen Archiven von Valenkar und Luminara haben diese Texte über Jahrhunderte studiert. Sie deuten auf die Ankunft eines Wesens hin, das die Dualität der Welt überwinden wird. Dieses Wesen, der Brother of Ages, wird die Macht haben, die Mauern zwischen den Dimensionen endgültig einzureißen oder sie für immer zu versiegeln.
Die Zeichen mehren sich: Die Toten stehen in den Katakomben auf, die arkanen Ströme werden instabil und Luzifer hat begonnen, sich auf seinem Thron zu rühren. Die Zeit der Prophezeiung ist keine ferne Zukunft mehr – sie findet JETZT statt. Bist du derjenige, auf den die Welt gewartet hat?
Dein Schicksal beginnt in Aethelion.